Verwendete Materialien

Rattan

Rattanpalmen wachsen meistens in großen Zahlen in dichten Wäldern, wo sie als invasive Pflanzen gelten, die anderen Pflanzen Fläche wegnehmen und viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Die völlig ohne chemische Hilfsmittel schnell nachwachsenden Stiele müssen regelmäßig abgeschnitten werden und können dann nach dem Trocknungsprozess als Material für Möbel und Körbe verwendet werden. Das macht Rattan zu einem äußerst nachhaltigen und im Überfluss verfügbaren Material.

 

Bananenfaser

Bei Bananenfaser handelt es sich um die Fasern der schichtartig aufgebauten Stämme landwirtschaftlich genutzter Bananenstauden. Die intensiv braune Färbung entsteht natürlicherweise, wenn die Fasern für etwa eine Woche unter der Sonne getrocknet werden. Danach werden die einzelnen Streifen zu den charakteristischen, etwa 6 mm dicken Strängen gerollt. Für dieses Material werden ausschließlich alte, absterbende Bananenstauden genutzt. So wird diesen Nutzpflanzen ein zweites Leben als formstabiles und robustes Ausgangsmaterial für viele handgefertigte Körbe hier bei Soeji ermöglicht. 

 

Seegras

Das, was von den Korbmachern meist als “Seegras” bezeichnet wird, ist eigentlich keine (Unter-)Wasserpflanze, sondern ein kleines, palmenartiges Gewächs, das an Sandstränden in den Tropen Asiens weit verbreitet ist. Die Blätter der oft vom Menschen kultivierten Pflanzen werden abgetrennt, in Streifen geschnitten, getrocknet und dann von Hand weiterverarbeitet.

 

 

Wasserhyazinthe

Die Wasserhyazinthe ist eine tropische Wasserpflanze, die auf Flüssen und Seen wächst. Sie stammt eigentlich aus Südamerika, wurde aber auch in Südostasien eingeschleppt. Dort gilt sie als Unkraut, da sie sich wahnsinnig schnell vermehrt und ganze Gewässer mit einem Teppich aus Blättern überziehen kann. Der resultierende Licht- und Sauerstoffmangel lässt alles Leben unter Wasser absterben, weshalb die Pflanzen regelmäßig entfernt werden müssen. Um die Pflanzen dann für die Weiterverarbeitung vorzubereiten, werden die Blätter abgeschnitten und die dicken Stiele für drei bis sieben Tage in der Sonne getrocknet. 

 

Raffia

Raffia (Corypha utan) kommt natürlicherweise in den Steppen- und Waldgebieten Südostasiens vor. Etwa alle zwei Jahre erneuert die Pflanze ihre Blätter und wirft die alten ab, die dann vom Menschen eingesammelt, je nach gewünschtem Bräunungsgrad einige Tage bis Wochen in der Sonne getrocknet und zu Flechtwaren weiterverarbeitet werden. Die relative Seltenheit und der höhere Verarbeitungsaufwand machen dieses Material im Vergleich zu anderen Pflanzenfasern etwas teurer. Während es bei uns in Europa kaum bekannt ist, hat sich das Material bei der lokalen Bevölkerung in Südostasien in Form von allerlei Alltagsgegenständen bewährt und ist aufgrund seiner angenehm weichen, aber doch robusten Beschaffenheit sehr beliebt.

 

Trembesi

Trembesi ist auch als Regenbaum bekannt und kann weit verstreut in ganz Südostasien gefunden werden, wo er oft an Straßen oder in Parkanlagen wächst. Da der Baum ursprünglich aus Südamerika stammt, muss für die Holzgewinnung in Indonesien kein Regenwald abgeholzt werden: Der schnellwachsende Baum steht nämlich meist im städtischen Umfeld, wo er von Menschenhand zur Zierde gepflanzt wurde. Um das Wachstum zu begrenzen, werden die wuchernden Äste regelmäßig abgeschnitten und das Holz zur Möbelproduktion genutzt. Unser Trembesi stammt aus Ost-Java. Das Holz ist in seiner Farbe und Struktur relativ ähnlich zu Teakholz, weist aber eine deutlich bessere Nachhaltigkeitsbilanz auf.

 

Bambus

Bambus ist ein äußerst schnell nachwachsender Rohstoff, der für vielerlei Zwecke genutzt werden kann. Der Bambus für unsere Körbe wird in unmittelbarer Nähe zum verarbeitenden Betrieb geerntet, sodass unnötig lange Transportwege entfallen.